• Milla

Neues Jahr - neues Glück - 2022


Das Bergjahr 2022 hat damit begonnen, dass über das erste lange Wochenende eine Schlechtwetterfront über die Nordalpen zog. Das veranlasste uns dazu, nicht lange rum zu fackeln und erneut an den Gardasee zu fahren. Immerhin war dort Sonne vorhergesagt. Die Ski braucht's dort nicht. Dafür das Radl, das Kletterseil und die Bergstiefel. Um etwaige überfüllte Klettergärten und Mehrseillängen muss frau sich im Januar keine Gedanken machen. Es geht sehr ruhig zu in Arcos Altstadt und Umgebung. Und so nutzen wir die Sonnenstunden für eine Ausfahrt mit dem Fahrrad zum Lago di Tenno, eine alpine Mehrseillänge, die wir wegen der Kälte im Schatten abbrechen müssen und eine schöne Wanderung zur Cima d'Oro an den Ufern des Lago di Ledro.


Als nächstes lernen wir die Abendskitour auf die Alpspitze in Nesselwang kennen. Leider ging die super dooper Brille von Astrid auf der Tour in der Nacht verloren. Um nichts unversucht zu lassen, schreibt sie abends noch einen Beitrag in die "Skitouren rund ums Allgäu"-Gruppe und zusätzlich schieben wir alle Termine auf der Arbeit am nächsten Morgen so, dass wir in der Früh die Tour nochmal gehen. Ist ja nicht ganz unwahrscheinlich, dass wir sie finden könnten, wenn wir exakt die gleiche Runde nochmal im Hellen gehen. Leider ohne Erfolg. Trotzdem wird alles gut, denn ein junger Bursche hat am Abend die Brille zufällig entdeckt und auch noch den Facebook-Eintrag dazu gelesen. Schon irre. Die Welt ist doch nicht so ganz schlecht. Zwei Tage später war ein kleines Paket mit der Brille bei uns. Ein kleiner Finderlohn war obligatorisch. Vielen Dank an der Stelle.



Die Schneelage im Januar lässt in der näheren Umgebung keine Skitouren zu. Mit ein klein wenig Fahrerei und einem passenden Wetterfenster können wir eine weitere für uns neue Tour im Oberallgäu machen. Eine schöne Rundtour über den Großen Ochsenkopf und das Rangiswanger Horn mit knapp 1000 Höhenmetern. Früh dran sein heißt die Devise. Es ist unglaublich, wie früh und schnell die verfügbaren Parkplätze aufgebraucht sind. Wir ergattern sonntagsmorgens kurz vor acht einen der letzten. Es sind unglaublich viele Menschen unterwegs. Die Touren gelten als leicht. Obwohl ich das von der Abfahrt vom Rangiswanger Horn durch den Wald nicht behaupten kann. Ich fand's steil und schwierig zwischen den Bäumen und dem zerfahrenen Schnee. Der war noch einigermaßen fahrbar für mich. Wenngleich meine geflickte Sehne mir am Abend etwas anderes erzählte. Ein bisschen Schonen war dann angesagt.




Und was macht frau, wenn das Bein beleidigt ist. Sie geht zum Groundhandlen. Wird ja auch Zeit. Fliegen geht in Kürze weiter. Vorher zu schauen, wie es so um das Schirmgefühl steht, halte ich für eine sinnvolle Unternehmung. Gleichzeitig hat die Sehne ein bisschen Ruhe. Der Wind war mal einen Tag gut, der Schnee auf dem Feld war geschmolzen, die Wiese trotzdem einigermaßen trocken. Hat sich gut angefühlt und Spaß gemacht. Ich bin guter Dinge, dass ich in rund 3 Wochen wieder auf dem Startplatz stehe und starten werde. Sofern das Wetter mitspielt.




Und dann das Highlight der letzten Wochen: Milla (und natürlich Astrid) klettern eigenverantwortlich an einem gefrorenen Wasserfall. Alex und Manuel aus Saalfelden waren mit von der Partie. Eis fanden wir im Talschluss des Rauriser Tals. Das erste Mal seit wir vor exakt zwei Jahren einen Eiskletterkurs bei Christoph Garber absolvierten. Seither gab's kein für uns kletterbares Eis mehr. Die Story zum Kurs, der an sich schon ein kleines Abenteuer war, findet ihr hier.

Und weil wir praktisch keine Gelegenheit hatten, unsere Fähigkeiten seither weiter zu entwickeln, hing die Hose entsprechend weit unten, als wir den Spot das erste Mal erblickten. Hat ne Weile gedauert, bis wir uns ein Herz fassten und das Seil nach oben brachten. Ist kein Bergführer da, der das übernimmt. Müssen wir schon selbst machen. Und das haben wir. Ein Booster für das Selbstbewusstsein. Am Können hing es nämlich nicht. Nur am Kopf. Das Bild ist verlinkt. Wer die ganze Geschichte (und die Bilder und Videos dazu) lesen möchte.


Und nun gibt es neue spannende Pläne fürs Frühjahr. Die Wildspitze Nordwand ist im Gespräch, fürs Fliegen sind wir angemeldet und ein Platz für Mitte März auf der Stüdlhütte ist gebucht. Der höchste Berg Österreichs möchte mit Ski besucht werden. Drückt die Däumchen, dass die Wetterlage uns keinen Strich durch die Rechnungen macht. Und auch sonst nix passiert, was Vorhaben platzen lassen kann. Haben wir ja letztes Jahr erlebt, wie schnell es geht. Will ich nicht wieder haben.




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