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Skitourenopening 2019 im Kühtai

Freitagsabends noch nicht zu erahnen, samstagsmorgens schon auf dem Weg.

Es ist Ende November 2019. Bis jetzt ist bei uns zu Hause am nördlichen Rand des Ostallgäus kein Krümel Schnee gefallen. An Skifahren oder gar eine Skitour im Gelände ist überhaupt nicht zu denken. Dachten wir. Ist noch viel zu früh. Vielleicht wird's ja was im Dezember. Also eigentlich haben wir gar nicht wirklich nachgedacht, weil sich die Frage überhaupt nicht gestellt hat. Um unseren Resturlaub irgendwie weg zu bringen, hängten wir Mo und Di ans Wochenende an. Der Plan: Klettern und Radeln in Arco. Wenn's Wetter passt, im November durchaus ein Traum. Ist nämlich keiner da. Nur das Ding mit dem Wetter hat, wie so oft dieses Jahr an den nicht-Kinderwochenenden, so gar nicht geklappt. Regen in der Nacht macht Fels nass. Und matschige Pfade. Freitagabend hätten wir noch Besuch bei uns in der Holzhütte gehabt. Daher sollte es erst Samstagnachmittag ins lange Wochenende gehen. Doch aus dem Besuch ist nix geworden und so aßen wir alleine und stellten uns auf einen sehr selten vorkommenden Freitagabend vorm Fernsehen ein. 


19:44Uhr: Wir sehen uns Youtube Videos von Expeditions-Trucks an. Da hätten wir auch Bock drauf. Ich dürfte sogar bis zum Maximalgewicht fahren. War nicht alles schlecht bei der Bundeswehr. Einer ist dabei, der in der Firma zusammengebaut und ausgestattet wurde, wo unser Spezl aus Saalfelden arbeitet. Kurz mal ne What's App Nachricht in unsere Mädchen-Seilschafts-WhatsApp-Gruppe gedengelt, wann wir mit unseren Freunden auf Weltreise gehen. Wir bekommen sofort "Sofort" als Antwort.
19:46Uhr: Wir erfahren, dass die beiden gerade im Kühtai angekommen sind. Sie suchen den Schnee, um zu schauen, ob ne Skitour schon geht. Wir tauschen uns ein wenig aus und erzählen, dass wir eigentlich nach Arco wollten, wegen des Wetters jedoch den Plan fallen ließen. Im Kühtai soll es ganz gut werden, erfahren wir.
19:57Uhr: Aufforderung aus dem Kühtai: Kommt!
19:57-20:01Uhr: Wir überlegen und entscheiden, unser Skitourengeraffel zu packen, ein Zimmerchen zu buchen und uns samstags ganz früh auf den Weg gen Süden zu machen. Und genauso hobn mir des dann ah g'macht. Eine Stunde später war alles gepackt, gebucht und der Wecker gestellt.


Samstag, 4:30Uhr: Aufstehn wie immer. Bloß geht es heute nicht nach München in die Arbeit. Nein. Es geht in den Schnee. Es ist der 30. November. Die erste Skitour der Saison möchte begangen werden. Unterwegs wechselt grün häufig mit weiß ab, doch so richtig Winter ist nicht. In Nassereith am Rasthof halten wir, um die Folgen des Frühstücks zu bewältigen. Der Parkplatz ist voll mit Reisebussen, deren Insassen offensichtlich zu den diversen Ski-Openings in den höher gelegenen Skigebieten unterwegs sind. Überwiegend junge Männer. Einige können morgens um 7 Uhr bereits kaum noch stehen und pinkeln am Rasthof wahllos in der Gegend rum. Ich frage mich, wo der Anstand geblieben ist? Ich freue mich, dass wir keines der üblichen verdächtigen Skigebiete wie Ischgl, St. Anton oder Sölden anfahren. Gegen halb neun treffen wir auf einem kleinen Skitourenparkplatz zwischen Ochsengarten und Kühtai ein. Schnee ist auf jeden Fall schon mal da. Ob's für's Gelände reicht... wir werden es herausfinden. Das Ziel an diesem Tag: Die Wetterkreuzspitze. Ich habe mir entgegen meiner Gewohnheit keine einzige Beschreibung angesehen. Laut unseren Freunden soll es eher moderat zugehen. Rund 900Hm. Lediglich am Anfang ein Stück durch den Wald sei relativ steil und später könne eine Steilstufe sowohl rechts als auch links umgangen werden. So richtig zugehört habe ich nicht. Ich hatte eine andere Premiere. Nachdem ich das ganze Jahr mit Fußproblemen zu kämpfen hatte (ein schmerzhaftes os peroneales Syndrom links und eine beleidigte Achillessehne rechts. Der geneigte Leser, die geneigte Leserin kann nachschlagen) und seit einigen Wochen orthopädische Einlagen trage, stand nun der initiale Test mit Einlagen in meinen Skitourenstiefeln an. Eigentlich passt in meine Skistiefel außer meinen Füßen nix rein. Alles an Innenleben, womit sie ausgeliefert wurden, hatte ich entfernt, um einigermaßen darin klar zu kommen. Doch ohne Einlagen, die meine Probleme tatsächlich deutlich linderten, war auch doof. Und so schleppte ich meine Stiefel zum Orthopädiemechaniker, ein überaus netter und verständnisvoller Mensch, und bat ihn, ein Wunder zu bewirken. Das hat der dann auch getan und mir ein paar meiner Einlagen auf die Stiefel mikrometergenau angepasst. Tja, und nun war die Frage zu beantworten, ob das so geht. Ein klein wenig könne er noch dünner hobeln, hat er gesagt. Viel geht aber nicht mehr.  Immerhin habe ich die Schnallen zu bekommen. Es drückte schon ein wenig. Allerdings hat es das immer getan. Die Frage ist ob es sich legt. Ein nach innen knickender Plattfuß mit äußerst hohem Spann. Im Prinzip in der Kombi gar nicht denkbar. Meine Füße können das. Oma hat immer gesagt, ich hätte schöne Füße. Unmöglich leider, dafür passende Stiefel zu bekommen. Na dann, versuchen wir das mal. 
Ein LVS-Check am Start, dann schieben wir los. Ein ungewohntes Bewegen. Lange her mit Tourenski. Aber es ist keine Skihochtour. Der Rucksack ist vergleichsweise leicht. Auf den ersten 200Hm schlängelt sich die Spur eng und steil durch ein Waldstück. Beim Hochlaufen bekomme ich schon Gänsehaut vor der Abfahrt. Das ist immer so auf Skitour. Weil das Hochlaufen nicht mein Problem ist, sondern das Runterrutschen. Ich möchte es an der Stelle gar nicht so sehr als Skifahren bezeichnen, was ich da tue. Aber egal. Ich lasse mir sagen, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Es ging bisher immer irgendwie runter. Es sind wenige andere Menschen unterwegs. Der Umstand, dass ein automatischer LVS-Check am Start eingerichtet ist, sagt mir, dass bei besserem Wetter deutlich mehr Menschen auf dieser Route ihr Glück suchen. Obwohl das Wetter gar nicht schlecht ist. Wir schieben langsam aus dem Wald heraus. Es wird offener. Der Weg führt an einer kleinen Alpe vorbei. Wind kommt auf. Jetzt fühlt es sich doch nach Winter an. Der Schnee ist voll fluffig. Leider sind Pflanzen und Steine oft nur hauchdünn überdeckt. Ich denke schon wieder an die Abfahrt. Mit unsichtbaren Steinen durchsetzter Pulverschnee. Aaarrgghhh....
Die Steilstufe kommt in Sicht. Die Spur führt linker Hand nach oben. Mitten durch ein kleines, steiles Steingewirr. Auf der anderen Seite ist nichts zu erkennen. Weder eine Aufstiegsspur noch Abfahrtsschlangen. Wir bleiben also in der vorhandenen Spur. Ich schaue trotzdem ständig rüber, denn ich bin der Meinung, dass ich durch diesen Steinhaufen nicht abfahren und es lieber später auf der anderen Seite versuchen möchte, die eine weit homogenere Ansicht hat. Die morgendliche Eile beschert mir so langsam noch ein anderes Problem. Ich müsste mal. Mein Bäuchlein rumpelt unaufhörlich. Ob's die Aufregung ist? Ich weiß es nicht und es spielt auch keine Rolle. Der Zustand muss verändert werden, bevor Schlimmeres passiert. Wir erreichen ein winziges Fleckchen, auf das die Sonne für wenige Minuten scheint und beschließen, eine kurze Pause zum Essen und Trinken einzulegen. Hilft alles nix. Ich bitte meine Begleiter_innen mich beim Loslaufen kurz alleine zu lassen. Peinlich. Aber nötig. Geschafft. Entspannung tritt ein. 
Eine kurzwährende Unsicherheit ob des weiteren Weges kann ebenfalls schnell aufgelöst werden. Eine sehr breite Rinne zieht in einem Winkel nach oben in Richtung Gipfel, der mir kein Unbehagen beschert. Der Schnee ist überwiegend pulvrig und locker. An nur sehr wenigen Stellen, wo die Sonne im Verlauf des Tages mal hinkam, hat sich eine dünne gefrorene Schicht gebildet. Ich bin mir sicher, dass ich hier ohne Angst abfahren kann. Der Schnee ist super. Achtgeben muss frau auf die wenig überdeckten und verräterisch in winzigen Hügelchen nach oben beulenden Steine. Allerdings hat es in der Rinne den Schnee so zusammengeblasen, dass nur wenige Steine offensichtlich zu umfahren sind. Wir erreichen den Gipfel. Es ist kalt. Wind weht und macht es noch etwas ungemütlicher. Weit unten ist die Oberkante der Wolkendecke zu sehen. Hier oben scheint die Sonne. Gipfelfoto mit allen Anwesenden. Auch mit Manni. Etwas abgelegen vom Gipfel in einer kleinen Senke haben wir ein wenig Schutz vor dem Wind. Wir essen und trinken nochmal was und machen uns dann für die Abfahrt fertig. Schon beim Hochlaufen hatte ich beschlossen, heute so viel es geht vorauszufahren. Das ist gut fürs Gehirn und fürs Selbstvertrauen. Die Umsetzung begann zugleich. Ich startete als erste in den ersten Hang. Nach dem zweiten Schwung war ich so perplex, wie gut es geht, dass ich mir über die eigenen Ski fuhr. Kleiner Fehlzünder am Start. Macht aber nix. Gleich wieder aufgestanden und weiter ging die Fahrt. Die Steine waren tückisch, doch ich hatte weit weniger Bodenkontakt als ich im Aufstieg befürchtet hatte. Ruckizucki erreichten wir das untere Ende der Rinne. Inzwischen waren auch hier Spuren von anderen Skitourengänger_innen, die die Abfahrt auf der homogeneren Seite der Steilstufe wählten. Somit war die Wegfindung nicht mehr kompliziert. Der Eindruck bestätigte sich, dass die Abfahrt auf dieser Seite entspannter ist. Weiter unten musste kurz vorm Wald lediglich ein kleiner Bach überfahren werden, verbunden mit einem kurzen Anschieben auf die ursprüngliche Spur. Ab nun folgten wir der Aufstiegsspur nach unten. Mit Beginn des Waldes wurde das Abfahren anspruchsvoller. Die Herausforderung bestand darin, einen klugen Weg zwischen allen entstandenen Spuren und Buckeln zu finden und auch zu fahren. Bis zum letzten Hang im Wald, der zum Parkplatz runterzog, ging das noch ganz gut. Die letzten 100Hm sind für mich jedoch nicht fahrbar gewesen. Die Steilheit war noch nicht mal das Problem. Es war einfach stellenweise zu eng und ohne Ausweichmöglichkeit. Ich entschloß mich dazu, meine Latten zu schonen und die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Die Schneeauflage im Wald war eh nicht so prickelnd und konnte demzufolge ganz gut begangen werden.
Geschafft. Die erste Skitour der Saison. Hey, Milla hat sich keine Blasen gelaufen. Das Zufußgehen am Ende hat meine Füße mit Auweh belegt, doch das Rauf und Runter mit den Einlagen hat prinzipiell gut funktioniert. Ich bin heile froh, eine klitzekleine Verbesserung erreicht zu haben. Und jetzt auf zum Schnitzelessen nach Oetz. 

Wir beziehen unser Zimmerchen. Norman Bates, falls den noch jemand kennt, kommt mir in den Sinn, als sich die Tür öffnet und uns ein etwas schräger junger Bursche mit blanken Füßen empfängt. Er schaut leicht verwirrt -bilde ich mir ein- als er mich sieht. Doch später hatte ich eher den Eindruck, dass er immer verwirrt schaut. Ist also alles gut. Für Schnitzel ist es noch etwas früh am Tag. Eine heiße Dusche für alle ziehen wir vor. Und als dann immer noch viel Zeit übrig ist, beginnen wir den Abend mit Kaffee und Kuchen. Zu erzählen gibt es auch genug. Es wird dunkel. Zum Abendessen ziehen wir in ein Gasthaus um. Gar nicht so einfach, wenn noch keine Skisaison ist. Die meisten Gastronomien im Ort hatten geschlossen. Am Ende sind wir in dem Laden gelandet, der uns nicht empfohlen wurde. Etwas verloren saßen wir anfangs als die einzige Gäste in diesem offensichtlich für Touristen zugeschneiderten Lokal. Das Essen war aber gut. Für meinen Geschmack etwas zu teuer, aber gut. Wir besprechen, was wir am nächsten Tag tun wollen. Eine App spuckte eine moderate Skitour mit nicht mal 600Hm aus, die auf Grund der Länge und der Lage als optimal erschien. Vom Speichersee nahe Kühtai auf den Schafzollen. Oder Schafzöllen. 


Am nächsten Morgen, es ist der 1. Dezember, frühstücken wir zusammen und machen uns nach einem kleinen Plausch mit der Gastgeberin wieder auf den Weg nach Kühtai. 
Der Parkplatz ist nicht zu übersehen. Der anstehende Berg auch nicht. Ganz schön steil ist mein erster Gedanke.
Meine Frau erinnert mich daran, was uns unser Lieblings-Bergführer beigebracht hat: "Wenn frau erst mal da ist, ist es gar nicht mehr so steil, wie es von Weitem aussieht." Stimmt. In bedingtem Umfang. Aber erst mal loslaufen. Wir starten an der Staumauer vorbei und biegen rechts in den Wald ein. Nach kurzer Zeit wird der Weg so schmal, dass gerade noch die Ski nebeneinander passen und schon wieder quält mich der Abfahrtsgedanke. Eine kleine Gefällbremse überqueren wir über eine Brücke und danach beginnt ein kurzer Zirkus. 5-6 Spitzkehren in sehr kurzer Folge mit wenig Schnee, dafür steil und so schmal, dass frau kaum die Ski um die Ecke bringt. Wirklich nur was für Artist_innen. So, wie meine Frau zum Beispiel. Bei mir hat das leider nicht geklappt. Schon an der zweiten Kehre lege ich ein kurzes Stück verrenkt auf Gore-Tex zurück. Als ich es endlich geschafft hatte, die Bindung zu öffnen startete ich erst gar keinen Versuch mehr, auf Ski hoch zu kommen. Es sind vielleicht 10-15 Hm gewesen. Geht auch zu Fuß. Danach wurde es dann angenehmer. Zwar rutschten die Ski mit den Fellen in dem sehr fluffigen Powder hin und wieder etwas zurück. Im Großen und Ganzen aber kein Problem. Ab jetzt war der Gipfelhang ständig im Blick und unser Bergführer von früher hat erneut recht. Der Hang ist nicht flach aber auch nicht so steil, dass frau vor irgendetwas Angst haben müsste. Lediglich eine kurze Rinne ist offensichtlich steiler als der Rest. Der Spur über den Rücken am Rand der Rinne folgend befinde ich, dass die Rinne nicht ohne ist. Der Schnee ist aber stets fluffig. Kein Bruchharsch oder sowas, was man später in der Saison immer an solchen Engstellen antrifft. Im Zweifel rutsche ich quer ab, denke ich. Mein Plan ist es, als erste in die Rinne einzufahren. Nach einer Weile erreichen wir bei etwas zunehmendem Wind den höchsten Punkt der Tour. Gipfelfoto, Essen, Trinken und fertig machen für die Abfahrt. Es ist steinig. Dem Vortag gleich muss frau auf wenig überdeckte Steine achten. Ich rutsche vorneweg und mir wird schnell klar, dass wir uns in Skigebietssprache ausgedrückt auf schwarz befinden. Doch im weichen Schnee läuft's gut. Bis die Rinne in Sicht kommt. Also besser gesagt, sie ist erst zu sehen, als ich oben an der Kante stehe. Ich musste bis vorne hin, um überhaupt hinunterblicken zu können. Oh ha. Ist wohl doch deutlich steiler als angenommen. Nun gut, denke ich. Ich wollte vorne fahren. Also dann tue ich das auch hier. An geschmeidige Kehren, wie in den Lehrfilmen auf Youtube, ist nicht zu denken. Dafür hängt die Hose zu weit unten. Allerdings ist nur die Einfahrt etwas schmal und die vielleicht ersten 50-100m steil. Nach unten wird es flacher und breiter. Ich lasse einfach quer rutschen. Der Schnee ist gut. Keine gefrorenen Stellen. Also was soll passieren? Das Ding ist so zerfahren, dass Lawinen lange unten gewesen wären. Und so schiebe ich etwas von dem schönen weißen fluffigen Pulver mit mir nach unten, bis ich das Gefühl habe, dass ich den ersten Schwung ansetzen kann. Tiger. Nicht Hase. Schön mit dem Körper talwärts, Ski entlasten und rum. Chaka. Geht. Und die nächste. Ich weiche ein paar verdächtigen Steinbeulen aus. Quere allmählich weiter nach rechts außen, wo ich Spuren finde, die in die Abfahrtsrichtung führen, die ich für den Rückweg als gut erachte. 
Das ganz steile Stück hinter mir lassend, halte ich erstmal an. Die Schenkel brennen. Ich nutze die Zeit, mir die anderen 3 anzuschauen. Ich bin ein klitzekleines bisschen stolz, dass ich ohne nennenswerte Probleme als erste unten angekommen bin. Vor wenigen Jahren wäre das völlig undenkbar gewesen. Seht euch meinen Skitouren-Schnupperkurs an, der hier beschrieben ist. Darin ist alles gesagt. 
Die Gruppe trifft sich in meiner Umgebung. Alle waren überrascht, dass es doch so stark geneigt abwärts ging. Das war dann aber auch schon die Aufregung. Die folgenden flacheren Pulverhänge waren der pure Genuss. Die letzte Herausforderung bestand nun noch darin, nicht in die Spur des Aufstieges zu geraten, sondern eine Abfahrt zu finden, die geschmeidig durch den Wald zurück auf den breiteren Teil des Weges zur Staumauer führt. Zwei kleine Bäche waren zu übersteigen. Jetzt weiß ich, dass meine Skistiefel dicht sind. Ein wenig Anschieben durch Latschen folgte. Und dann der Schlußakt. Nochmal etwa 40-50Hm steil zwischen den Bäumen durch mit vielen Buckeln und Rinnen. Es ging jedoch nicht so arg eng zu und demzufolge meisterten wir auch diese Stelle ohne Schnickschnack. Eine feine kurze Skitour geht zu Ende. Macht einfach Spaß mit -ich hoffe, ich darf die Namen nennen- Alex und Manuel. Danke, dass wir uns an diesem Wochenende anschließen durften. Auf die Idee, Skitouren zu gehen, wären wir alleine sicher nicht gekommen.