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Jede Tour ein kleines Abenteuer

...oder auch mal ein größeres: Sportklettern und alpine Mehrseillängen

 

Der Ort in Kroatien wartet auch schon lange auf uns.

Ende November scheint uns das ein gutes Ziel zu sein. Es soll ein paar Tage Sonne geben. Und ein paar Kuna haben wir auch noch in unserem Sammelsurium gefunden. Ist mal was anderes als Arco.

Klettern im Tannheimer Tal

Dieses Tal ist das ganze Jahr immer eine Reise wert. Es bietet fast alles, was an Bergsport möglich ist. Gerade um Rote Flüh, in deren Nachbarschaft der Hochwiesler steht, und Gimpel sind sehr viele Kletterrouten erschlossen.

Allgäu und Wetterstein

Neues Selbstvertrauen

Es passt nicht 100%ig in diese Rubrik, doch es hat mit Klettern zu tun: Zwei Tage Ausbildung mit unserem Bergführer aus dem Eiskurs, um in Sachen Gratkletterei sicherer zu werden.
In den letzten Jahren passierte es uns mehrere Male, dass wir an Fels- und mitunter Gipfelgraten den Mut verloren und umdrehten. Ich habe es in den entsprechenden Beschreibungen erwähnt. Ärgerlich, wenn man Tage- und Stundenlang in Richtung Gipfel eines hohen Berges unterwegs ist und dann deswegen ein paar Meter vor dem Gipfel umdrehen muss. Das ändern wir.
Termin und Ort vereinbart, kraxelten wir unter Anleitung über einen wunderschönen Grat im Allgäu und einen Tag später im Wetterstein. Bei letzterem raubte uns der lange Zustieg etwas die Zeit, wodurch wir die Tour etwas kürzen mussten. Was ist passiert? Nun, was technisch zu tun ist, war uns -da bin ich mir in weiten Teilen sicher- einigermaßen klar. Der Mangel bestand hauptsächlich in fehlendem Selbstvertrauen, die Dinge auch zu tun. Diese zwei Tage haben das geändert. Wir sind im Anschluß in den Gipfelgrat des Barre des Écrins eingestiegen, erklommen den Mittleren Ramolkogel und das Lagginhorn, ohne uns in unserem Tun unsicher zu fühlen. Ziel erreicht.

Arco, Dro, Sarche, Val Lamasone, Cavedine

Immer wieder eine Reise wert

Die Region am Nordende des Gardasees ist so etwas wie ein kleines Entspannungsdomizil für uns geworden. Bevorzugt findet man uns dort beim Klettern, wenn sonst kaum noch jemand unterwegs ist und die Tagestemperaturen unter 20°C bleiben: Anfang November oder auch mal Anfang Januar. Der Espresso auf der Piazza, shoppen in fast leeren Geschäften oder mal ein neues Klettergebiet ausprobieren. Das geht alles auch mit Fleeceweste. Dafür treten sich die Menschen in den ansonsten häufig völlig überfüllten Routen nicht tot.

Hier ein kleiner Auszug davon, was wir immer wieder mal tun:


Via Sabina, Nereidi, Orizzonte, Venere, Parallelo 46° -> bis 9 Seillängen, max 5+

Sportklettern in Cavedine und Val Lamasone.

Paklenica, Kroatien, Ende April 2013

Ein erstes Mal

Relativ spontan fuhren wir Ende April für ein paar Tage in den Nationalpark Paklenica. Wie wir genau da drauf gekommen sind, wissen wir heute nicht mehr. Es ist jedenfalls ein kleines Klettereldorado, in dem man überwiegend Kletterer aus Polen, Tschechien, der Slovakei, usw. antrifft. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Schlucht, deren Wände praktisch durchgängig, beidseitig fürs Sportklettern erschlossen sind. In einigen Abschnitten sind Wände in ihrer ganzen Höhe erschlossen. Je nach Schwierigkeitsgrad mal mehr, mal weniger gut mit Bohrhaken abgesichert. Was wir in diesen Tagen lernten: In der Woche des 1. Mais hat der gesamte Ostblock Urlaub und klettert in Kroatien. Es war überaus voll. 
Wir arrangierten uns damit und fanden die eine oder andere Lücke. In dieser Schlucht kletterten wir unsere ersten Routen, die aus mehr als ein oder zwei Seillängen bestanden. Eines unserer Abenteuer dort ist in meiner Einleitung zum Bergsteigen beschrieben. Wir fanden Geschmack daran und suchen seither in den bekannten Klettergebieten in den Alpen bevorzugt Mehrseillängenrouten mit moderaten Schwierigkeiten. Schade ist nur, dass zwischen München und Paklenica rund 800km liegen. Ein bisschen weit für ein Wochenende.

Tannheimer Berge

Ein Beinaherundflug

Unser Genusskletterbuch führte uns ins Tannheimer Tal. Rund um Gimpel, Rote Flüh und Co gibt es einiges zu entdecken. Wir entschieden uns für die Zwerchwand unmittelbar östlich der Gimpel Südwand. Eine der ersten Routen, die wir mit unserem neuen Doppelseil in Angriff nahmen. Die Kletterei in 5 oder 6 Seillängen ist mit maximal 5- angegeben (eine Stelle). Wir hatten ein wenig Mühe mit den beiden 60m-Stricken. Es ist nicht so einfach, an den Ständen nicht jedes Mal einen völligen Seilsalat zu produzieren. Hoch haben wir das letztendlich irgendwie hinbekommen. Beim Abseilen ist dann der Fehler passiert. Nachdem wir beide das erste Stück herunter gewesen sind, uns am Stand festgemacht hatten und versuchten, das Seil für das nächste Stück abzuziehen, ging plötzlich nichts mehr vor und nicht mehr zurück. Das Seil klemmte. Die beiden Seile sind in sich verdreht gewesen, schnitten sich über die Graskante ein, der Knoten, mit dem die oberen Enden zum Abseilen verbunden waren, erledigte den Rest. Mist. Nach oben klettern ging auch nicht mehr. Jedenfalls nicht für uns. Da standen wir nun. Mehrere Versuche, das Seil abzuziehen, scheiterten. Es war sonst keine andere Seilschaft in dieser Wand unterwegs. Wir sind kurz davor gewesen, die Bergwacht zu alarmieren. Peinlich. Ich wollte es einfach nicht soweit kommen lassen und versuchte, durch Schlagen von Wellen das Seil über der Kante zu lösen. Anschließend versuchten wir es nochmal durch Ziehen mit vereinten Kräften. Das Seil schnitt sich in die Hände ein. Es bewegte sich plötzlich wieder. Chaka. Ein bisschen Dreck kam von oben, doch mit jedem Zentimeter ging's einfacher. Abgezogen. Puuuhhhh....

Gelernt: Auch beim Abseilen ist auf eine saubere Seilführung unbedingt zu achten.

Eine sehr schöne Kletterei in diesem Tal, die wir an Heiligabend 2015 bei Tageshöchsttemperaturen von fast 20°C unternahmen, war die Aggenstein Südwestwand. Es wurde eine der linken Touren in der Wand, die bis maximal 4+ bewertet ist. Wenig Menschen. Entspannte Kletterei. Es stand natürlich nur wenig Tageslicht zur Verfügung, weswegen trödeln nicht angebracht war. Zumal mehrere Stunden zu und abgestiegen werden musste. In der Abenddämmerung wurde es am Fels dann doch ziemlich kühl. Aber das macht nichts. Schließlich sind wir Bergsteigerinnen. Eine meiner schönsten Klettererinnerungen.

Gueberschwihr, Elsaß, März 2012

Klettern in den Vogesen

Die Umstände, unter denen ich mich mit meiner jetzigen Frau nach Gueberschwihr zum Klettern begab, waren komplex. Wie auch immer haben wir es geschafft, uns 3-4 Tage trotz aller damals herrschenden  Widrigkeiten aus den Rippen zu schneiden und uns die Finger am Fels der Vogesen lang zu ziehen.
Das Klettergebiet besteht aus 2-3 Sektoren und liegt etwas südwestlich von Colmar, wo wir mehr oder weniger mitten in der Stadt unser Zelt aufschlugen. Die Nächte waren noch kalt. Wir zogen als erstes in einen Supermarkt und kauften unsere "Elsaßdecke".