• Milla

Und wieder in die Schweiz


Rimpfischhornstory Finsteraarhornstory


Zwei 4000er im Doppelpack. Nun, leider nicht ganz. Seit vielen Monaten sind wir mit Bergführer Jürgen verabredet, um am 1. September den Gipfel des Zinalrothorns zu besteigen. Ein Unterfangen, dass uns alleine als etwas zu schwierig erschien und so entschieden wir uns dazu, Jürgen mit ins Boot zu nehmen. Wir haben ihn bei einem Gletscherkurs vor 8 Jahren kennen und schätzen gelernt. Er hielt damals den Kurs für den DAV Summit Club ab. So ziemlich alles, was wir übers Bergsteigen wissen und anwenden können, haben wir von ihm gelernt. Bei ihm hat's auch gepasst. Er war bereits in Zermatt zu dieser Zeit, das er für den Summit Club erneut führte. Was leider nicht gepasst hat, war erneut das Wetter. Wir hatten bereits gut eine Woche vorher das Sustenhorn vorziehen und das Finsteraarhorn nach hinten schieben müssen, weil ein Tag mitten im langen Wochenende blöd war. Unmittelbar vor der geplanten Tour schneit es nun auch jetzt zwei Tage. Die Bedingungen werden so schlecht, dass niemand mehr aufs Zinalrothorn führt. Kurzerhand planen wir mit Jürgen um. Ausfallen lassen wollen wir den Termin nicht. Wir freuen uns so lange darauf und alternative Ziele gibt es ja auch. Die Wahl fällt auf das Rimpfischhorn. Ebenfalls nicht von den ungünstigen Bedingungen verschont, stellt es genauso eine Herausforderung dar, die wir alleine nicht wagen würden.

Also Hütten umgebucht bzw. storniert (Sorry, liebe Rothornhütte, wir kommen ein andermal vorbei) und auf in die Schweiz. Wir haben die ganze Woche frei. Wollen am Rimpfischhorn mit Jürgen ein kleines Abenteuer erleben und nach zwei Tagen Pause dann zum Finsteraarhorn weiter. Letztgenannter Berg ist ein zweiter Versuch. Der Respekt vor der Tour ist riesengroß. Unter dieser Prämisse bin ich froh, eine Tour vorher mit Jürgen machen zu können, denn da gibt es immer was zu lernen. Und was genau, könnt ihr in meiner Berggeschichte zur Rimpfischhorntour lesen. Wir wählten wegen der Neuschneemengen den Weg von Zermatt über die Pfulwe, weil wir dort relativ wenig über Gletscher müssen. Am Ende des Tages wollte uns der Gipfel nicht. Doch ansonsten hatten wir einen sensationellen und lehrreichen Bergtag. Danach waren zwei Tage Erholung nötig. Die Zeit bis zum Finsteraarhorn überbrückten wir in der angenehmen Atmosphäre der Lärchenwald Lodge in Bellwald (externer Link), geführt von zwei wundervollen Menschen, Birgit und Remo.

Einen Pausentag nutzten wir, um eine kleine Regenerationstour zu Fuß zu unternehmen und um unsere Radfahrkünste zu überprüfen. Von der Lärchenwald Lodge aus sind mit Seilbahnunterstützung zwei Downhill-Trails zu erreichen. Anfangs skeptisch mit Angst um meine Knochen, machte es so viel Spaß, dass wir gleich nochmal rauffuhren. Danke Peter für den Kurs. Der hat uns offensichtlich auch weitergebracht.

Und dann auf zum Finsteraarhorn. Dass frau da nicht mal eben schnell hinfährt und rauf geht, wussten wir schon von unserem Versuch 2016. Allein der Hüttenzustieg zur Finsteraarhornhütte (externer Link), wir wählten den Weg vom Oberaarsee, wie beim letzten Mal, ist eine ausgewachsene Hochtour, die einen ganzen Tag beansprucht. Zurück ist der Weg nicht kürzer. Und dann ist frau noch nicht auf dem Gipfel. Also 3 Tage Abenteuer. 42km Strecke, 3000 Höhenmeter und jeden Tag 7-9 Stunden Aktion. Für uns eine echte Herausforderung. Die Berggeschichte zum Finsteraarhorn.

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